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Nachfolgend erhalten Sie neben einer Übersicht über die von mir angebotenen Leistungen einige Informationen zum Thema Schimmelpilzbildung:


  • Wohnungs- und Objektabnahmen zu Beginn und Ende eines Mietverhältnisses
  • Ich verfasse Zustandsberichte zu Baumängeln und zu Schäden an Gebäuden sowie in Wohnungen und anderen Mietobjekten, ich stelle die Ursache von Mängeln und Schäden fest und gebe Empfehlungen zu sach- und fachgerechten Sanierungen ab. Meine Berichte werden von Rechtsanwälten und anderen juristischen Beratern geschätzt, da sie eine gute Ausgangsbasis für das weitere Vorgehen zur Durchsetzung Ihres Rechtsanspruches darstellen. Meine Schadensfeststellung wird nicht durch vorgegebene Fragen reglementiert und begrenzt, sondern ich kann mich umfassend und unvoreingenommen Ihrem Problem widmen. Sollte in einer späteren Phase doch noch die Hinzuziehung eines gerichtlich bestellten Sachverständigen notwendig werden, helfe ich Ihnen dabei, vorab die richtigen Fragen zur Beweiserhebung zu formulieren. Nur der, der in einem Beweissicherungsverfahren die richtigen Fragen stellt, erhält auch sinnvolle Antworten.
  • Ich begleite Sie als technischer Berater und sachkundiger Zeuge bei Ortsterminen mit Baufachleuten und Juristen.
  • Wahrnehmung von Bauleitungsaufgaben.
  • Ich erstelle Wohnflächenberechnungen nach örtlichem Aufmaß.
  • Ich begleite Sie bei der Besichtigung von Kauf- und Mietobjekten und helfe Ihnen durch eine Beurteilung des technischen Zustands des Objekts zu entscheiden, ob ein Kauf oder eine Anmietung zu empfehlen ist.
  • Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist die Feststellung der Ursache von Schimmelpilzbildungen. Schimmel kann aufgrund eines ungünstigen Nutzerverhaltens entstehen sowie auch aufgrund von baulichen Mängeln. Wenn durch eine einmalige Begehung eines Objekts die Ursache der Schimmelpilzbildung nicht zuverlässig ermittelt werden kann, können für mehrere Tage Datenlogger eingesetzt werden. Durch den gleichzeitigen Einsatz von Datenloggern an drei relevanten Messstellen kann das Nutzerverhalten und gleichzeitig auch der bauliche Einfluss (z.B. Wärmebrücken) beurteilt und damit die Ursache einer Schimmelpilzbildung sicher festgestellt werden. Voraussetzung für eine sinnvolle Beurteilung  von in der kalten Jahreszeit auftretenden Schimmelschäden sind Außentemperauren von maximal 5° C. Selbstverständlich können auch Wasserschäden für Schimmel- und sonstige Feuchteschäden verantwortlich sein. Eine Untersuchung solcher Schäden ist natürlich von der Außentemperatur unabhängig.
















Beeinträchtigungen der Wohnqualität durch eine Schimmelpilzbildung in der Wohnung nehmen zu. Immer häufiger werde ich in Anspruch genommen, um die Ursache einer Schimmelpilzbildung festzustellen. An dieser Stelle erhalten Sie einige allgemeine Informationen zu diesem Thema, damit Sie sich bereits im Vorfeld etwas mit der Materie vertraut machen können und eine Vorstellung davon erhalten, welche Untersuchungen ich aus welchem Grund durchführe, um die Ursache für eine Schimmelpilzbildung festzustellen.

Schimmel benötigt, wie jedes andere Lebewesen auch, Feuchtigkeit und Nährstoffe, um sich entwickeln zu können. Als Nährstoffe kommen z.B. Feinstaubablagerungen, Dispersionsfarben, Tapetenkleister und der in Raufasertapeten enthaltene Leim infrage. Auf praktisch allen Wand- und Deckenoberflächen ist somit in aller Regel ein ausreichendes Nährstoffangebot vorhanden. Schimmelsporen finden sich ebenfalls überall. Diese gelangen z.B. bei jedem Lüftungsvorgang von außen in die Wohnung, können aber auch mit kontaminierten Baustoffen eingeschleppt worden sein. Gleichgültig, woher die Sporen im Einzelfall auch stammen, man kann ihnen letztlich nicht entgehen. Da das Nährstoffangebot und die Sporenbelastung in der Regel nur unwesentlich beeinflusst werden können, kommt dem Feuchtigkeitsangebot eine wesentliche Bedeutung zu. Die vorhandene Feuchtigkeit ist der entscheidende Faktor, über den sich eine Schimmelpilzbildung beeinflussen lässt. Welche Ursache eine erhöhte Feuchtigkeit vor der Bauteiloberfläche letztlich hat, es bestehen immer Möglichkeiten, das Feuchtigkeitsangebot zu reduzieren. Und dann gilt: Ohne ausreichende Feuchtigkeit wächst kein Schimmel (mehr)!

Im wesentlichen gibt es drei verschiedene mögliche Ursachen für ein erhöhtes Feuchtigkeitsangebot:

  • erhöhte Bauteilfeuchte aufgrund aufsteigender oder von außen eindringender Feuchtigkeit bzw. als Folge eines Rohrbruchs
  • erhöhte relative Luftfeuchtigkeit aufgrund einer unzureichenden Raumlüftung oder -beheizung
  • vor Hüllflächen erhöhte relative Luftfeuchtigkeit aufgrund vorhandener Wärmebrücken bei gleichzeitig ordnungsgemäßer Raumlüftung und -beheizung

Um die Ursache einer Schimmelpilzbildung ermitteln und geeignete Sanierungsvorschläge entwickeln zu können, ist es erforderlich festzustellen, welche der drei möglichen Quellen, die natürlich auch in Kombination auftreten können, einer erhöhten Feuchtigkeit in dem betreffenden Fall vorliegen. Die unterschiedlichen Ursachen einer erhöhten Feuchtigkeit führen dabei zu spezifischen Schadensbildern.

Eine erhöhte Bauteilfeuchte geht in der Regel mit einer kranzartigen Begrenzung des Schadensbereichs einher, es bilden sich Ausblühungen, der Schimmel befindet sich mehr hinter als auf der Tapete, Schimmel tritt ganzjährig auf.

Ist eine erhöhte relative Luftfeuchtigkeit die Ursache einer Schimmelpilzbildung, tritt Schimmel vor allem auf geometrischen und sonstigen Wärmebrücken auf, die Schimmelkonzentration nimmt kontinuierlich von einzelnen Flecken bis zu einem dichten Rasen zu, Ausblühungen und die anderen vorgenannten Merkmale fehlen. Ob nun aber ein unzureichendes Heizen und Lüften, oder aber eine unzureichende Wärmedämmung die Ursache für die Schimmelbildung sind, lässt sich an dem Schadensbild allein nicht erkennen. Hier stellt sich zunächst grundsätzlich die Frage, ob das Gebäude gemäß der zur Bauzeit gültigen Anforderungen des baulichen Wärmeschutzes errichtet wurde. Ist das der Fall, spricht vieles für ein nicht optimales Nutzerverhalten.

Viele Faktoren werden durch das Nutzerverhalten beeinflusst. Seriöse Angaben zu der Ursache einer Schimmelpilzbildung sind daher in der Regel aus einer einmaligen Begehung des Objektes nicht zuverlässig abzuleiten. Es sind daher häufig Beobachtungen über mehrere Tage hinweg erforderlich. Hierzu kommen s.g. Datenlogger zum Einsatz. Das sind Geräte, die die relative Luftfeuchtigkeit und die Temperatur in kurzen Intervallen erfassen und die Messwerte speichern. Um wirklich aussagekräftige und relevante Ergebnisse zu gewinnen, führe ich recht anspruchsvolle Untersuchungen durch. Hierbei werden gleichzeitig zuverlässige Informationen über das Nutzerverhalten sowie den baulichen Einfluss gewonnen. Somit ist letztlich eine fundierte Aussage über die Ursache einer Schimmelpilzbildung möglich.

Der Einsatz der Datenlogger ist für den Wohnungsnutzer mit keinerlei Einschränkungen verbunden. Es handelt sich um lautlos arbeitende elektronische Geräte mit geringen Abmessungen. Die Datenlogger verbleiben in der Regel ca. 10 Tage vor Ort.

Bzgl. der relativen Luftfeuchtigkeit ist anzumerken, dass diese ansteigt, wenn die Lufttemperatur sinkt. Schimmel wächst auf  kühlen Oberflächen bereits ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 72 %. Oft ist zu lesen, dass es auf den Flächen, auf denen sich Schimmel gebildet hat, zu einem Kondenswasserausfall gekommen sein muss. Das ist unzutreffend. So hoch muss die relative Luftfeuchtigkeit gar nicht sein bzw. die Oberflächentemperatur nicht so niedrig, dass Kondenswasser ausfällt. Ziel eines Konzeptes zur Vermeidung einer Schimmelpilzbildung muss sein, das Nutzerverhalten so zu gestalten oder ein Bauteil so zu dämmen, dass auch bei niedrigen Außentemperaturen die relative Luftfeuchtigkeit auf der Bauteiloberfläche nicht auf Werte über 70 % ansteigt.

Das Thema ist komplex. Ich hoffe, ich konnte Ihnen dennoch einen  kleinen verständlichen Einblick in die Materie geben, damit Sie nachvollziehen können, worauf es im Zusammenhang mit einer Schimmelpilzbildung, vor allem bei der Ursachenfindung und -vermeidung, ankommt.


 
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